Gemeinsam gegen Ausgrenzung: Laudatio von Hubert Grimm

Es gilt das gesprochene Wort!

Liebe Ehrengäste,
liebe Gastgeber,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe betreuende Lehrkräfte
Maike Kneba und Nils Thomsen,
vom Gymnasium Bondenwald,
meine Damen und Herren,

die jährliche Vergab des BERTINI-PREISES dient,
neben Anderem, auch dazu,
die Erinnerung wach zu halten
an begangenes, schlimmes Unrecht.

Wenn wir nicht erinnern,
kann das Unrecht,
die Intoleranz und alles damit verbundene Übel
ungehindert zurückkehren.

Das heißt aber leider nicht im Umkehrschluss,
wenn wir „richtig“ an vergangenes Unrecht erinnern,
halten wir heute das Böse fern.

Sondern:

Wir müssen täglich gegen Unrecht, Intoleranz
und gegen politisch oder religiös motivierte Gewalt
arbeiten.
Und damit sind wir im “Heute“ angekommen.

Das Geschehene aus der dunkelsten Zeit
der deutschen Geschichte rutscht in eine Zeit,
in der es keine Zeugen mehr gibt.
Man kann erinnern,
ohne persönlich berührt zu sein,
wenn man mit keinem Zeitzeugen mehr sprechen kann.

Dann droht das Erinnern beliebig zu werden.

Wie wir uns heute verhalten ist der
„Lackmustest“ für gelungenes Erinnern.

Dies vorausgeschickt ist es mir eine Ehre,
die Laudatio sprechen zu dürfen für Euer Projekt!

Ihr habt Hindernisse aus dem Weg geräumt,
habt die Hand gereicht
und etwas (nur scheinbar) Einfaches,
aber sehr Wirkungsvolles gemacht:

Sport!

Das Projekt „Sport mit Flüchtlingen“
erhält einen „BERTINI-Preis 2015“
für die gute Idee,
für deren konsequente Umsetzung
und für die Nachhaltigkeit.

Nach den mir vorliegenden Informationen findet
der so organisierte Sport auch heute noch statt.
Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich
für die Idee,
für Ihr Engagement und
für die hiermit verliehene Auszeichnung!