Laudatio von Hubert Grimm (Loge ROLAND)

„Heute fragt eine wachsende Zahl von Menschen, ob man mit dem Erinnern an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte nicht endlich mal aufhören könnte. Meine Antwort lautet: Gerade weil einige nicht möchten, dass weiter erinnert wird, müssen wir mehr denn je daran erinnern, was den Menschen damals angetan wurde.“

Mit diesen Worten eröffnete Hubert Grimm, für die Freimaurer-Loge ROLAND, seine Laudation im Rahmen der 19. BERTINI-Preis-Verleihung am 27. Januar 2017 im Ernst Deutsch Theater in Hamburg. Diese Schlussfolgerung wurde mit starkem Applaus bedacht. Grimm ehrte mit seiner Laudation 10 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9P der Schule Schwarzenbergstraße ReBBZ Hamburg-Harburg für ihr Erinnerungsprojekt. Er hob die beeindruckende Einfachheit und Klarheit des Projektes hervor. „Jeder versteht Eure Aussage“ lobte er die Schüler, die sich zur Laudatio auf der Bühne des Theaters versammelt hatten. Auf eine chinesische Familie aufmerksam gemacht, die unter dem NS-Regime schlimme Leiden ertragen mussten und sich trotzdem nicht von Deutschland abwandte, sondern nach dem Krieg hier eine neue Existenz aufbaute, sagte er: „Solche Menschen, die die ausgestreckte Hand zur Versöhnung annehmen, sind ein Geschenk für unser Land“. Auch diese Feststellung fand großen Zuspruch unter den Gästen im gut gefüllten Theater am Friedrich-Schütter-Platz.

Hubertus Grimm überreicht die Preise an die Schülerinnen und Schüler des Projektes.

» DAMIT MENSCHEN IN ERINNERUNG BLEIBEN.