Förderer

» Ralph Giordano (Ehrenvorsitzender)

» Absalom-Stiftung der Freimaurer
» Arbeiter-Samariter-Bund
» Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
» Behörde für Schule und Berufsbildung
» BürgerStiftung Hamburg
» Demokratisch Handeln
» Elternkammer Hamburg
» Ernst Deutsch Theater
» Freimaurerloge Roland
» GEW Landesverband Hamburg
» Hamburger Abendblatt 
» Hamburger Landeszentrale für politische Bildung
» Hamburger Volksbank
» Howard und Gabriele Kroch-Stiftung
» Johannisloge „Zu den 3 Rosen“
» Kirchenkreis Hamburg – Ost
» Landesjugendring Hamburg e.V.
» Lehrerkammer Hamburg
» Norddeutscher Rundfunk
» SchülerInnenkammer Hamburg
» Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di Hamburg
» Michael Batz
» Knut Fleckenstein
» Michael Magunna
» Michael Reichmann
» Helfried Schulke
» Ulrich Vieluf
» Axel Zwingenberger


ABSALOM-STIFTUNG DER FREIMAURER:
»Unsere Stiftung wurde von der Hamburger Freimaurerloge ›Absalom zu den drei Nesseln‹ gegründet, um die karitativen Ziele der Freimaurer zu verwirklichen. Dazu zählen die Förderung völkerverbindender Gesinnung, das Eintreten für Menschlichkeit und Freiheit sowie für ein gleichberechtigtes Miteinander aller Menschen. Diese Ideale finden sich auch in den Zielen des BERTINI-Preises wieder und machen ihn für uns deshalb besonders wertvoll. Er fördert und unterstützt junge Menschen, damit sie Verantwortung für ihre eigene Zukunft übernehmen. Zusätzlich hält der BERTINI-Preis die Erinnerung an vergangenes Unrecht wach und macht es in der Gegenwart sichtbar. Auch wir Freimaurer wurden von den NS-Machthabern erst verleumdet, dann verboten und schließlich unseres Besitzes beraubt. Wir sind überzeugt, dass der BERTINI-Preis jene humanitäre Gesinnung in den jungen Menschen verankert, die wir dringend für eine friedliche Zukunft brauchen.«

» www.absalom.de

ARBEITER-SAMARITER-BUND:
»Mit unseren Aktivitäten versuchen wir, einen Beitrag gegen Ausgrenzung zu leisten und alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen: Senioren, Kranke, Obdachlose oder Bürger mit Migrationshintergrund. Wir gehen in Brennpunkte und setzen uns dafür ein, dass immer mehr Menschen im Mittelpunkt und nicht am Rande stehen. Zudem pflegen wir seit vielen Jahren unsere Auslandspartnerschaften, weil wir davon überzeugt sind, dass ein enger Kontakt Vorurteile abbaut. Soziale Verantwortung, Toleranz und Völkerverständigung – das passt gut zum BERTINI-Preis, der Schülerinnen und Schülern immer wieder Mut macht, Courage zu zeigen und etwas gegen Ausgrenzung zu unternehmen. Das möchte der Arbeiter- Samariter-Bund, einst von Nazis und Kommunisten verboten, nach Kräften unterstützen.«

» www.asb-hamburg.de 

BEHÖRDE FÜR ARBEIT, SOZIALES, FAMILIE UND INTEGRATION:
»In den Unterlagen unseres Amts für Wiedergutmachung sind tausende Schicksale von NS-Verfolgten festgehalten. Das Amt kümmert sich um die Entschädigungsleistungen für Überlebende des Holocausts und Angehörige der Opfer und organisiert ein Begegnungscafé, in dem ehemals NS-Verfolgte sich regelmäßig treffen. Das bedeutet Verantwortung und Zuwendung für die Überlebenden, aber auch Bewahrung der dokumentierten Erinnerung an die unzähligen Opfer. Alle NS-Verfolgten ermahnen uns, dafür Sorge zu tragen, dass sich die Schrecken und Grauen einer Diktatur nicht wiederholen dürfen, in der Menschen ihr Leben verlieren können, weil sie eine unerwünschte politische Meinung haben, einer anderen Kultur oder Religion angehören oder weil sie ein Handicap haben. Themen, die auch in der heutigen Gesellschaft noch nicht völlig überwunden sind. Rechtsextremes Gedankengut muss uns besonders wachsam machen, um jeglichen Anfängen zu wehren. Dazu gehört, dass jeder einzelne bereit ist, sich für andere einzusetzen, sich nicht einschüchtern lässt!«

» www.basfi.hamburg.de

BÜRGERSTIFTUNG HAMBURG:
»Wir wurden 1999 als Gemeinschaftsstiftung Hamburger Bürgerinnen und Bürger gegründet mit dem Zweck, dem Gemeinwohl zu dienen und es zu stärken, Kräfte der Innovation zu mobilisieren und Hamburger Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu eigener aktiver Beteiligung an gesellschaftspolitischen Aufgaben anzuregen. Schwerpunkt unserer bisherigen Arbeit ist die Förderung von Jugendprojekten in den Bereichen Sport, Kultur und Bildung in Hamburg. Dabei geht es uns nicht um einmalige Hilfen für Jugendliche, sondern um eine nachhaltige Unterstützung vor allem bei der Gewalt- und Drogenprävention, Förderung von Eigeninitiative, Persönlichkeitsentwicklung und Konfliktfähigkeit. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die von uns geförderten Projekte eine bessere Chance erhalten, ihre Zukunft sinnvoll zu gestalten. Der BERTINI-Preis mit seinem Engagement für mehr Mut und gegen politisches Duckmäusertum und Intoleranz ist ein guter Partner auf unserem Weg.«

» www.buergerstiftung-hamburg.de 

DEMOKRATISCH HANDELN:
Der Wettbewerb DEMOKRATISCH HANDELN wird für Schülerinnen und Schüler an allen allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben und will demokratische Haltung und demokratische Kultur im gelebten Alltag von Schule und Jugendarbeit stärken. In der Begegnung mit Anderen sollen Fragen und Probleme sichtbar und ein Korridor zur politischen Verantwortung geöffnet werden. Handeln und Lernen sollen sich verbinden. Es geht um die Anerkennung herausragender Leistungen für die Demokratie und das Gemeinwesen und um die Förderung von „demokratischer Handlungskompetenz“ und „kritischer Loyalität“ bei Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern.
In seinen Zielen stimmt der Wettbewerb DEMOKRATISCH HANDELN überein mit denen Zielen des BERTINI-Preises. Daher werden alle Einreichungen beim BERTINI-Preis automatisch zum Förderprogramm DEMOKRATISCH HANDELN weitergeleitet, nehmen somit auch an diesem bundesweiten Wettbewerb teil.

» www.demokratisch-handeln.de

ERNST DEUTSCH THEATER:
Intendantin Isabella Vértes-Schütter:
»Das Ernst Deutsch Theater ist weit über Hamburg hinaus für seine lebendige Auseinandersetzung mit Gegenwart und Geschichte bekannt. Mit dem Namen des großen Schauspielers Ernst Deutsch verbindet sich die Verpflichtung, seinen Kampf für Menschenwürde, gegen Rassismus und gegen soziale Ungerechtigkeit fortzuführen. Die Tradition des Ernst Deutsch Theaters, dessen künstlerische Leitung ich 1995 nach dem Tod meines Mannes Friedrich Schütter übernommen habe, ist auch meine Tradition: ein Theater, das sich um Nachwuchsförderung bemüht, das quer durch die sozialen Schichten und durch alle Generationen Menschen an Theater heranführt und dafür begeistert, das immer wieder gesellschaftspolitisch relevante Themen auf die Bühne bringt. Jedes Jahr gestalten wir zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine besondere Veranstaltung gegen das Vergessen. Gerne unterstütze ich den BERTINI-Preis, dessen Ziele mir sehr nahe sind.«

» www.ernst-deutsch-theater.de 

FREIMAURERLOGE ROLAND:
»Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf Euch selbst.« Mit diesen Worten enden die förmlichen Zusammenkünfte in vielen deutschen Freimaurerlogen. Jedes Mitglied muss diesen Auftrag in seinem Lebensumfeld in eigener Verantwortung und auf seine Weise umsetzen. Er hat neben der kritischen Selbstbetrachtung – der Selbsterkenntnis – die Beziehung zu seinen Mitmenschen zu klären. Das geschieht im täglichen Leben und betrifft das eigene Verhalten in Familie, im Beruf und in der Freizeit. Auch das Engagement in und für karitative Einrichtungen gehört dazu. Der BERTINI-Preis fördert Vorhaben für ein gleichberechtigtes Miteinander der Menschen in Hamburg und er würdigt ein Verhalten bei jungen Menschen, das den Überzeugungen der Freimaurer entspricht und um das diese sich auch selber bemühen. Freimaurer wissen aus eigener Erfahrung, dass ein solches Verhalten der Ermutigung und der Bestärkung durch Vorbilder bedarf. Darum unterstützen Brüder der Freimaurerloge Roland den BERTINI-Preis.«

» www.loge-roland.de

GEW LANDESVERBAND HAMBURG:
»Nationalsozialismus und Holocaust haben vor 75 Jahren Krieg und Vernichtung über die Welt gebracht. Juden, Kommunisten, Bekennende Christen, Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kulturschaffende, Homosexuelle, Sinti, Roma und andere Opfer des Nationalsozialismus mahnen uns, nicht zu vergessen, sondern Gesicht zu zeigen und aufzustehen gegen Antisemitismus und Rassismus. Um Rechtsextremismus langfristig zu bekämpfen, müssen wir dem eine Kultur der Solidarität und der Gleichberechtigung für alle Menschen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung, entgegensetzen. Eine erfolgreiche Strategie gegen Rechts muss so verknüpft werden mit einer Strategie für Gleichberechtigung und kulturelle Vielfalt. Aus diesem Grund unterstützt die GEW Hamburg den BERTINI-Preis, der das Engagement junger Menschen fördert, die sich ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert gegen Unrecht, Ausgrenzung oder Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt einsetzen.«

» www.gew-hamburg.de

HAMBURGER ABENDBLATT:
»Das Hamburger Abendblatt macht sich seit 66 Jahren für eine selbstbewusste demokratische Gesellschaft in dieser Stadt stark. Deshalb unterstützen wir den BERTINI-Preis seit seinen Anfangsjahren mit unserer publizistischen Kraft. Weil wir nicht wollen, dass in Hamburg Menschen ausgegrenzt und diffamiert werden können. Weil wir es unerträglich finden, wenn Gewalt und rechte Ideologien wieder einen Platz in unserer Stadt finden würden. Und weil wir nicht zulassen werden, dass die historischen Verbrechen des Nazi-Regimes in Vergessenheit geraten. Die Arbeit der vielen Jugendlichen an den Themen des Preises ist eine wichtige Investition in eine friedliche Zukunft. Wir sind gern Teil des breiten Bündnisses, das sich im BERTINI-Preis zu diesen gemeinsamen Zielen bekennt.«

» www.abendblatt.de 

HAMBURGER LANDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG:
»Aufgabe politischer Bildung ist es, wissenschaftlich fundierte Informationen für die Bürgerinnen und Bürger aufzubereiten und anzubieten. Ziel ist es, dass die Menschen in der Freien und Hansestadt Hamburg, egal welchen Alters, welchen Bildungsgrades oder kulturellen, sprachlichen oder religiösen Hintergrunds sich eine eigene Meinung zu gesellschaftlichen und politischen Prozessen bilden können. Sie sollen angeregt werden, zu diskutieren und am gesellschaftlichen und politischen System der Stadt zu partizipieren.
Mit dieser Arbeit auf Basis des „Beutelsbacher Konsenses“ steht die Landeszentrale seit ihrer Gründung 1956 auch den Intentionen des BERTINI-Preises unmittelbar nahe. Sie unterstützt mit ihren Angeboten auch die Erstellung von BERTINI-Preis-Arbeiten und hat in der Vergangenheit mehrfach preisgekrönte Arbeiten publiziert oder vorbereitet.«

» www.hamburg.de/politische-bildung

HAMBURGER VOLKSBANK:
»Gesellschaftliches Engagement gehört für die Hamburger Volksbank zum genossenschaftlichen Selbstverständnis. Wir erfüllen seit über 155 Jahren unsere per Genossenschaftsgesetz und Satzung festgelegte Verpflichtung, unsere Mitglieder, Kunden und die Metropolregion Hamburg zu fördern. Ein werteorientiertes Handeln für das Gemeinwesen ist somit genetisch bedingt und fest als unternehmerische Aufgabe verankert. Besonders wichtig ist uns die Nachwuchsförderung im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich. Mit der Unterstützung des BERTINI-Preises unterstützen wir das couragierte Engagement von Jugendlichen für ein zutiefst hanseatisches Handeln: Sich mutig einzusetzen gegen Unmenschlichkeit, Intoleranz, politisch oder religiös motivierte Gewalt und Demokratiefeindlichkeit. Dabei verknüpft dieses vorbildliche jugendliche Engagement mit großartigen Projekten die in Deutschland so wichtige Kultur der Erinnerung mit einer Kultur der Verantwortung – für eine friedliche gemeinsame Zukunft in unserer Hansestadt.«

» www.hamburger-volksbank.de

HOWARD UND GABRIELE KROCH-STIFTUNG:
»In der Kinderoper ›Brundibar‹, entstanden im Lager Theresienstadt, wird der Bösewicht Brundibar gemeinsam von den Kindern und Tieren vertrieben. Ein Ziel unserer Stiftung ist die Förderung internationaler Gesinnung und des Völkerverständigungsgedankens. Aus unser beider Familiengeschichte haben wir die zerstörende Kraft von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt erfahren, während wir das großartige Projekt eines gemeinsamen Europas erleben und mitgestalten dürfen. Die Verteidigung von Freiheit und Demokratie ist aber mit dem Sieg über Brundibar keinesfalls vorüber. Deshalb unterstützen wir den BERTINI-Preis. Er vereinigt in den Beiträgen der Preisträger für uns in besonderer Weise das Wachhalten von Erinnerungen an unsere Vergangenheit, zeigt problematische Entwicklungen in unserem gegenwärtigem Zusammenleben auf und liefert konkrete Handlungsbeispiele für ein tolerantes, friedliches Miteinander in der Zukunft.«

JOHANNISLOGE »ZU DEN 3 ROSEN« und der MARCUS HERMANN PETERSEN FONDS:
»Eine der Zielsetzungen der Loge und des dazugehörigen Fonds ist die ,Förderung humanitärer Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten und des Gedankens der Völkerverständigung‹. Daraus leitet sich der freimaurerische Auftrag ab, für Frieden, Menschlichkeit und Völkerverständigung einzutreten und diese Ideale vorzuleben. Hier, im BERTINI-Preis, findet sich die Zielsetzung und unser freimaurerisches Ideal wieder, hat doch die Dunkle Zeit selbst das Fundament der Freimaurerei erschüttert. Der Geist der Dunklen Zeit lebt und seine Vertreter arbeiten für ein Ideal, das für Millionen Menschen in einer Schreckensherrschaft endete. Farbe bekennen – wo, wenn nicht im BERTINI-Preis, ist dies so eindeutig möglich? Die Kraft, mit der all die, die in diesem Sinne an Projekten arbeiten, uns ihren Mut und ihre Entschlossenheit zum menschlichen Miteinander vorleben, verleiht Stärke, uns auch den Anforderungen zu stellen, die sich als zeitgenössische Varianten des Nationalsozialismus für uns alle ergeben. Wir Brüder der Johannisloge zu den 3 Rosen, und so auch alle Brüder Freimaurer, stehen in der weltweiten Bruderkette ein für ein gleichberechtigtes Miteinander, für Zivilcourage und gegen das Vergessen.«

KIRCHENKREIS HAMBURG-OST:
»Tue Deinen Mund auf für die Stummen und die Sache aller, die verlassen sind.« Mehr als 2000 Jahre ist dieses Wort aus den Sprüchen Salomos (31,8) alt. Aber ist die Aussage deshalb heute unmodern, ungültig? Sicher nicht. Für die Kirche ist und bleibt sie eine der Maximen ihres Handelns. Eine Gesellschaft ist jedoch nur so gut oder schlecht wie jeder einzelne. Also ist es wichtig, dass jeder den Mut und die Zivilcourage aufbringt, für die Schwachen einzutreten, für jene zu sprechen, die sonst nicht gehört werden. Der BERTINI-Preis ermutigt und fördert junge Menschen, genau das zu tun: die Stimme zu erheben gegen Unrecht und Gewalt, gegen Ausgrenzung und Intoleranz, gegen Verleugnen und Verdrängen. Deshalb unterstützt der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost den BERTINI-Preis.«

» www.kirchenkreis-alt-hamburg.de 

LANDESJUGENDRING HAMBURG E.V.:
»Die ›Alternativen Stadtrundfahrten‹ sind seit mehr als 25 Jahren eine lebendige Institution für Aufklärung über Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus. Jährlich finden ca. 100 Stadtrundfahrten statt – von einer ›Alternativen Alsterkanalfahrt‹ über ›Leben und Verfolgung jüdischer Hamburger‹ bis hin zur ›Swing-Jugend im Nationalsozialismus‹. Diese Rundfahrten gehen den Spuren der NS-Zeit im Hamburger Stadtbild nach, berichten über Einzelschicksale wie über gesellschaftliche Kontexte und decken historische Kontinuitäten auf. Der Landesjugendring Hamburg, der Dachverband Hamburger Jugendverbände, fördert dieses Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Die über 80 Jugendverbände in Hamburg und der Landesjugendring stehen für eine Jugendkultur demokratischer Vielfalt und ehrenamtlichen Engagements. Zivilcourage ist das Lebenselixier der Demokratie. Wir unterstützen daher den BERTINI-Preis.«

» www.ljr-hh.de 

NORDDEUTSCHER RUNDFUNK:
»Traurig genug, dass wir uns erneut in unserer Geschichte gegen Ausgrenzung und für das Erinnern an erlittenes Unrecht engagieren müssen – offenbar haben wir Älteren unsere Geschichte mit ihren grausamen Facetten nicht deutlich genug vermittelt. Nur so können wir uns die rechtsradikale Blindheit und die Ausländerfeindlichkeit in unserem Land erklären. Umso wichtiger ist eine Initiative wie der BERTINI-Preis – sie hat unsere volle Unterstützung. Vor allem junge Menschen wollen wir ermuntern, potenziellen Tätern in den Arm zu fallen und geistige Gegenwehr zu leisten. Es gibt sie, die wachen und tatkräftigen Jugendlichen – sie sind eigentlich in der Mehrheit, oft eine schweigende Mehrheit. Wir wollen sie ermutigen, die Stimme zu erheben gegen alltägliches Unrecht. Wir wollen sie unterstützen bei ihren Nachforschungen in der Vergangenheit und ihnen Hilfestellung geben beim Ausleuchten der dunklen Stellen der deutschen Geschichte.«

» www.ndr.de 

VEREINTE DIENSTLEISTUNGSGEWERKSCHAFT – VER.DI HAMBURG:
»Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Wir wissen das aus Erfahrung: Auch Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gehörten zu den Verfolgten des NS-Regimes. Wenn 70 Jahre nach Krieg und Faschismus wieder Nazis ihre menschenverachtende Hetze verbreiten und sogar in Parlamente einziehen dürfen, dann beleidigt das die Opfer des Holocaust – und es ist ein Armutszeugnis für den demokratischen Rechtsstaat. ver.di steht in der Tradition der freien Gewerkschaftsbewegung; wir arbeiten unabhängig von Regierungen und Parteien. Wir kämpfen für eine sozial gerechte Welt, die allen gute Entwicklungschancen und faire Löhne bietet, in der die Umwelt geschont wird, in der Menschenwürde, Arbeitnehmerrechte und demokratische Freiheiten verteidigt werden. Rassismus und Menschenverachtung stellen wir uns entgegen. Die ver.di-Jugend und unser Arbeitskreis „Antirassismus« sind Ausdruck dieser Haltung. Deshalb unterstützen wir auch den BERTINI-Preis, denn er passt gut in unsere Stadt. Als Gewerkschafter haben wir vielfach erfahren: Einigkeit macht stark.«

» www.hamburg.verdi.de 

MICHAEL BATZ:
»Theater ist die Beschäftigung mit dem, was der Mensch ist, sein will, was er sucht und wodurch er sich verführen lässt. Immer wieder, oft gegen besseres Wissen, manchmal aus Berechnung, Mitläufertum oder einfach Wut. Seit Jahren schreibe ich für die Gedenkveranstaltungen der Hamburgischen Bürgerschaft Dokumentarstücke, die auf noch vorhandenen Quellen in den Archiven beruhen. Zeugnisse von Opfern, Aussagen von Tätern, Schilderungen von Schicksalen, Erinnerungen, amtliche Akten. Und bin nach wie vor fassungslos über das Ausmaß der Beteiligung am NS-Regime und die Tiefe seines Zugriffs in die Köpfe und Herzen. Ich unterstütze den BERTINI-Preis, weil er das Engagement gegen Intoleranz und Vergessen verbindet mit Mut, Wachsamkeit und der Auseinandersetzung mit sich selbst.«

KNUT FLECKENSTEIN:
»Als Mitglied des Europäischen Parlaments arbeite ich mit an dem großen Friedensprojekt: Europäische Union. Zusammen mit Abgeordneten aus 26 anderen Staaten diskutieren wir Zukunftsfragen und versuchen, eine gemeinsame Identität zu erarbeiten. Für uns Deutsche ist es nicht selbstverständlich, dass wir nach Hitlerdiktatur und 2. Weltkrieg heute eine bedeutende Rolle in diesem Prozess spielen. Diese Integration Deutschlands in Europa ist nur möglich, weil wir uns unserer besonderen Verantwortung bewusst sind. Eine Aufgabe, nicht nur für Politiker, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt. Der BERTINI-Preis fördert das Engagement von Jugendlichen in Hamburg, stärkt die Zivilcourage und sorgt dafür, dass die Spuren vergangener Unmenschlichkeit sichtbar bleiben. Gemeinsam setzen wir Zeichen gegen das Vergessen und für ein friedliches Zusammenleben.«

MICHAEL MAGUNNA:
»Zentral für meine Initiative ›BERTINI-Preis‹ 1994 war eine Überzeugung, der ich in den Worten des Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel Ausdruck geben möchte: ›Es wären weitaus weniger Gräber verursacht und Wunden aufgerissen worden, wenn die sogenannten anständigen Menschen mit Heftigkeit auf die reagiert hätten, die zuerst all das zerstörten, was es in Bildung und Erziehung an Wertvollem gibt. Weil in der Regel die Kräfte der Verdrängung erfindungsreicher und stärker sind als die Kräfte der Wahrheit, war es m. E. nötig, eine Kultur der Erinnerung an Zustände zu befördern, in denen mit Füßen getreten worden war, was es in Bildung und Erziehung an Wertvollem gibt. Gegen das Bagatellisierungsgerede der Verdrängungsapostel hilft allein ein detailgenaues Erinnern, das unsere Herzen zu ›hörenden Herzen‹ (1. Buch der Könige 3,9) macht.‹ Giordanos Werk ›Die Bertinis‹ vermag in diesem Sinn unsere Herzen zu ›hörenden Herzen‹ zu wandeln. Darin liegt seine Größe, deshalb sollte der Preis diesen Namen erhalten.«

HELFRIED SCHULKE:
»Durch einen engagierten Lehrer wurde ich in den Sechzigerjahren als Schüler zum ersten Mal über das Konzentrationslager Neuengamme informiert und habe die Umwandlung in eine Gedenkstätte verfolgt. Den entscheidenden Impuls für mein politisches Interesse gab die Einweihung der Gedenkstätte 1965 zum Andenken an die fast 43.000 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auf Hamburger Boden und die Begegnung mit überlebenden Häftlingen. Weitere Impulse erhielt ich durch die Bücher von Ralph Giordano und seinen unermüdlichen Kampf gegen den rechten Terror. Für mich steht Ralph Giordano in einer Reihe von Persönlichkeiten wie Stéphane Hessel, Max Mannheimer und die Geschwister Scholl, die im Dritten Reich ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, im Rahmen des BERTINI-Preises die nachwachsende Generation auf die Notwendigkeit von Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement aufmerksam zu machen.«

ULRICH VIELUF:
»Der BERTINI-Preis stiftet junge Menschen an, den Spuren von Unrecht und Gewalt in der Geschichte unserer Stadt nachzugehen und sich gegen das Verdrängen und Vergessen einzusetzen. Er stiftet sie an, sich einzumischen, um Unrecht in der Gegenwart zu vereiteln oder anzuprangern. Und er stiftet sie an, für ein gleichberechtigtes Miteinander aller Menschen in dieser Stadt einzutreten. Mehr als 5.700 junge Hamburgerinnen und Hamburger haben sich seit der ersten Ausschreibung anstiften lassen, rund 1.500 von ihnen wurden mit dem BERTINI-Preis ausgezeichnet. Sie haben Mahnmale errichtet, Stolpersteine gelegt, Dokumentationen verfasst, Situationen des Widerstands in Szene gesetzt, Filme über Flüchtlingsschicksale gedreht oder Demonstrationen gegen Rechtsextremismus organisiert. Die BERTINI-Preisträger haben eines gemeinsam: Sie sind aktiv geworden und haben aufmerken lassen. Es ist zu wünschen, dass die BERTINI-Preisträger viele Nachahmer finden. Der BERTINI-Preis e. V. wird sie dabei mit allen Kräften unterstützen.«

AXEL ZWINGENBERGER:
»Als Boogie-Woogie-Pianist und Liebhaber von Dampfeisenbahnen gründete ich mit Freunden im Jahre 2000 die Dampf-Plus GmbH, die historische Dampflokomotiven wieder zum Leben erweckt. Meine Fotografien, im Buch „Vom Zauber der Züge« veröffentlicht, avancierten zum Nukleus der gleichnamigen Ausstellung, die – in einem echten Eisenbahnzug präsentiert – den Mythos der klassischen Dampfeisenbahn erlebbar macht. Zu diesem Mythos gehört auch die Geschichte der Eisenbahn als Motor der modernen Industriegesellschaft und der technischen Entwicklung. Die Eisenbahn hat aber auch im Krieg als Transportmittel gedient und Millionen Menschen in Vernichtungslager transportiert. Daher ist es mir wichtig, eine Initiative zu unterstützen, die sich aktiv dafür einsetzt, die Zivilcourage junger Menschen gegen Hass, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz zu stärken, damit in Zukunft auch die Eisenbahn nie wieder für verbrecherische Ziele missbraucht werden kann.«

» www.boogie-woogie.com 


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