Den BERTINI-Preis fördern

Wenn Sie den BERTINI-Preis dauerhaft fördern möchten, können Sie Mitglied im BERTINI-Preis e.V. werden.
Nähere Informationen finden Sie unter Kontakt.

Der BERTINI-Preis wird seit 1999 alljährlich am 27. Januar verliehen, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Das Datum geht zurück auf eine Erklärung des ehemaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog vom 3. Januar 1996: »Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken. « Und in seiner Rede im Deutschen Bundestag vom 19. Januar 1996 führte er aus: »Wir wollen nicht unser Entsetzen konservieren. Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind.« »Ich wünsche mir, dass der 27. Januar zu einem Gedenktag des deutschen Volkes, zu einem wirklichen Tag des Gedenkens, ja des Nachdenkens wird.«

Diesen Wunsch haben die Initiatoren des BERTINI-Preises sich zu eigen gemacht. Jedes Jahr stehen am 27. Januar junge Menschen im Mittelpunkt, die Spuren vergangenen Unrechts nachgegangen sind und sie in der Gegenwart sichtbar gemacht haben, die sich für  ein gleichberechtigtes Miteinander der Menschen in Hamburg eingesetzt haben oder die ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert eingegriffen haben, um Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen zu verhindern. Mit dem BERTINI-Preis wurde ein Forum geschaffen, auf dem junge Hamburgerinnen und Hamburger öffentliche Anerkennung für ihr Engagement finden, ein Forum, das junge Menschen anregt und ermutigt, sich in dieser Stadt im Sinne des BERTINI-Preises einzusetzen.

Der BERTINI-Preis erreicht ein breites Spektrum junger Menschen in Hamburg. 116 Gruppen und Einzelpersonen mit insgesamt rund 1.650 Hamburgerinnen und Hamburgern im Alter von 10 bis 26 Jahren wurden in den vergangenen achtzehn Jahren mit dem
BERTINI-Preis ausgezeichnet. BERTINI-Preisträger haben in Hamburg eigene Zeichen gesetzt:
Die zehnte Realschulklasse der Schule Curslack-Neuengamme, BERTINI-Preisträger 2000, enthüllte an ihrem letzten Schultag fünf Gedenktafeln, die Orte markieren, an denen Häftlinge aus dem KZ Neuengamme vor den Augen der Bevölkerung nationalsozialistischer Willkür ausgeliefert waren.
Die BERTINI-Preisträgerin Viviane Wünsche hat dazu beigetragen, dass am 16. Mai 2001 an der Baakenbrücke eine Gedenktafel für die im Mai 1940 deportierten Sinti und Roma enthüllt wurde.
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, die für ihre »Aktion Suppenküche« mit dem BERTINI-Preis 1999 ausgezeichnet wurden, kauften von einem Teil ihres Preisgeldes Wollsocken für Obdachlose, mit dem anderen Teil finanzierten sie die Grundausstattung für zwei Schulen, die, angeregt durch das gute Beispiel, gleichfalls Suppenküchen für Obdachlose einrichten wollten.
Die BERTINI-Preisträgerin des Jahres 1998 Josephine Loch verwendete einen großen Teil ihres Preisgeldes, um ihrem Onkel in Ghana eine ärztliche Behandlung zu ermöglichen, nachdem er bei politischen Unruhen lebensgefährliche Schussverletzungen erlitten hatte.
Schülerinnen und Schüler der Schule Möllner Landstraße setzten im Jahre 2002 Stolpersteine für das in Theresienstadt ums Leben gekommene Billstedter Ehepaar Roline und Daniel Isenbarg.

Der BERTINI-Preis lebt von dem ideellen und materiellen Engagement seiner Förderer und Sponsoren. Erst durch ihre Spenden und Förderbeiträge ist es Jahr für Jahr möglich, diesen Preis auszuschreiben und jungen Hamburgerinnen und Hamburgern dieses einzigartige Forum zu bieten.

Wenn auch Sie den BERTINI-Preis unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende auf das Förderkonto:
BERTINI-Preis e.V.
Hamburger Volksbank eG
IBAN: DE39 2019 0003 0089 3781 05
BIC: GENODEF1HH2