Archiv der Kategorie: Aktuelles

AUF DEN SPUREN DER BERTINIS

Ein literarischer Spaziergang zu Orten in Ralph Giordanos Kindheit und Jugend im Stadtteil Barmbek
EHRENDES ANDENKEN: RALPH GIORDANOS LESESESSEL UND ANDERE EINRICHTUNGSGEGENSTÄNDE AUS SEINEM ARBEITSZIMMER IN DER GESCHICHTSWERKSTATT BARMBEK.

Seit vielen Jahren führt die Geschichtswerkstatt Barmbek einen Stadtteilrundgang zum „Barmbeker Jung“ Ralph Giordano und seiner Familie durch. Im Rahmen eines „literarischen Spaziergangs“ werden ausgewählte Passsagen aus dem Buch „Die Bertinis“ erzählt. Der Spaziergang nimmt die Ambivalenz einer lebensfreudigen, aber auch komplizierten und nicht immer sympathischen Barmbeker Familie in den weiterlesen

Ausschreibung BERTINI-Preis 2017

Die Ausschreibung richtet sich an alle Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 14 und 25 Jahren. Sie können sich einzeln, als Gruppe oder mit ihrer Schulklasse mit ihrem Vorhaben um den BERTINI-Preis 2017 bewerben oder von Dritten für ihr couragiertes Eintreten gegen Unrecht, Ausgrenzung oder Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt für die Auszeichnung mit dem BERTINI-Preis 2016 vorgeschlagen werden.

Bewerbungen um den BERTINI-Preis 2017 bzw. Vorschläge für die Auszeichnung mit dem BERTINI-Preis 2017 können bis zum 20. November 2017 eingereicht werden weiterlesen

19. BERTINI-Preisverleihung

SIE STANDEN AM 27. JANUAR 2017 IM MITTELPUNKT: 51 SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER UND EINE STUDENTIN, DIE FÜR IHR ENGAGEMENT GEGEN DAS VERGESSEN UND VERDRÄNGEN, FÜR IHR EINTRETEN GEGEN DIE AUSGRENZUNG VON MENSCHEN UND FÜR IHRE KÜNSTLERISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN MORDTATEN DES NSU ANHAND VON PROZESSPROTOKOLLEN MIT DEM BERTINI-PREIS 2016 AUSGEZEICHNET WURDEN. Intendantin und Vorsitzende des BERTINI-Preis e. V. Isabella Vèrtes-Schütter begrüßte die über 600 Gäste in „ihrem Haus“, dem Ernst Deutsch Theater. Erstmals übersetzten die Gebärdensprachdolmetscherinnen Celine Sawkins und Christine Müller abwechselnd die Veranstaltung, da auch eine gehörlose junge Frau  unter den Preisträgern war. 19. BERTINI-Preisverleihung weiterlesen

Projekttag zum kritischen Umgang mit Medien im Kurt-Körber-Gymnasium

Wie weit dürfen Medien gehen?

Am 8.Juli 2016 veranstalteten Schülerinnen und Schüler des Medienprofils im Kurt-Körber-Gymnasium einen Projekttag zum kritischen Umgang mit Medien. Im Rahmen der Bertini-Preis-Initiative „Mut im Netz“ luden sie 90 Schülerinnen und Schüler zu Workshops mit viel Input und Expertenwissen ein und arbeiteten gemeinsam an Ergebnissen.

Projekttag zum kritischen Umgang mit Medien im Kurt-Körber-Gymnasium weiterlesen

Ausschreibung BERTINI-Preis 2016

_bertini_logo_blau-1024x307

Die Ausschreibung richtet sich an alle Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 14 und 25 Jahren. Sie können sich einzeln, als Gruppe oder mit ihrer Schulklasse mit ihrem Vorhaben um den BERTINI-Preis 2016 bewerben oder von Dritten für ihr couragiertes Eintreten gegen Unrecht, Ausgrenzung oder Gewalt von Menschen gegen Menschen in dieser Stadt für die Auszeichnung mit dem BERTINI-Preis 2016 vorgeschlagen werden.
Bewerbungen um den BERTINI-Preis 2016 bzw. Vorschläge für die Auszeichnung mit dem BERTINI-Preis 2016 können bis zum 21. November 2016 eingereicht werden weiterlesen

Gedenktafel am Kellerversteck Alsterdorfer Straße

Gedenktafel Ralph Giordano 1Eine Gedenktafel am Backsteinbau der Alsterdorfer Straße 470 erinnert an das Schicksal der Familie Giordano / Bertini. Im Keller des Hauses versteckte sich die Familie Giordano in den letzten Wochen des zweiten Weltkrieges vor der drohenden Deportation. Sie blieben unentdeckt und überlebten, unter ihnen der Sohn der Familie und späterer Schriftsteller Ralph Giordano.
 

Das Wochenblatt berichtete über die Einweihung der Gedenktafel
Wochenblatt vom 4.11.2015

Schülerforum trifft BERTINI-Initiative

„Mut im Netz auf dem 35. SchülerInnenforum im Landesinstitut für Lehrerfortbildung

Am 7. Juli 2015 war die BERTINI-Initiative „Mut im Netz“ zu Gast auf dem 35. SchülerInnenforum. Rund 100 Jugendliche aus verschiedenen Schulen waren im Landesinstitut für Lehrerfortbildung zusammengekommen, um sich einen Vormittag lang mit Gewalt und Mobbing im Internet auseinanderzusetzen und Möglichkeiten zu entwickeln, wie man sich dagegen wehren kann.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema „Mut im Netz“ durch Ulrich Vieluf von der BERTINI-Initiative und einer Vorstellung der SchülerInnenkammer durch Vorstandsmitglieder wurde es konkret.

Schülerinnen und Schüler von vier an der Initiative beteiligten Schulen hatten sich seit 10 Monaten mit dem Thema auseinandergesetzt und stellten ihre Arbeitsergebnisse vor. Schüler und Lehrer der Stadtteilschule Am Hafen, der Elbschule, der Stadtteilschule Stellingen und des Kurt-Körber-Gymnasiums hatten unter anderem Umfragen, Workshops und Aktionstage an ihren Schulen durchgeführt, Filme gedreht oder Apps und Blogs entwickelt, die sich gegen Gewalt im Netz wenden.

In anschließenden Gruppenarbeiten und Diskussionen, die von Yvonne Vockerodt von der BERTINI-Initiative moderiert wurden, spielten die Ergebnisse der Projektteilnehmer, aber auch persönlichen Erfahrungen der anwesenden Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen sprachen über die Folgen von Gewalt im Netz, suchten nach positiven Beispielen des Umgangs damit und überlegten, welche Forderungen sie an Instanzen wie die Schule zum Thema Mobbing und Cyber-Mobbing stellen können.

Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
Veranstaltung BERTINI-Initiative „Mut im Netz“ 7. Juli 2015

Zum Auftakt des lebhaften Vormittages im Landesinstitut für Lehrerfortbildung stellte Ulrich Vieluf vom BERTINI-Preis e.V. den Verein und die Initiative „Mut im Netz“ vor. Im Sinne des BERTINI-Preises, der junge Menschen für Projekte gegen Unrecht und Ausgrenzung oder für Zivilcourage auszeichnet, sei „Mut im Netz“ entstanden. „Denn heute erfahren viele Jugendliche Mobbing und Gewalt auch über die digitalen Medien“, so Ulrich Vieluf.

Und so haben sich innerhalb der Initiative Schülerinnen und Schüler von vier Schulen in den vergangenen zehn Monaten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und Lösungsvorschläge entwickelt. Ihre bisherigen Arbeitsergebnisse stellten sie auf dem Schülerforum erstmals öffentlich vor und gaben damit Anregungen für den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Denn das Ziel des Schülerforums war es, nicht nur über Mobbing im Netz zu informieren, sondern auch mit „konkreten Ideen ‚rauszugehen und zu handeln“, wie es ein Schülervertreter formulierte.

  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015

Wie unterschiedlich die vier beteiligten Schulen an die Thematik herangingen, zeigte sich bei deren Präsentation. So erläuterten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e der Stadtteilschule Stellingen ihre Arbeit an einer App und einem Blog zum Thema Cybermobbing. Sie hatten sich in Arbeitsgruppen aufgeteilt, und sich mit inhaltlichen und auch juristischen Fragen wie etwa den Urheberrechten befasst. Die Zehntklässler des Kurt-Körber-Gymnasiums hatten sich intensiv mit dem Thema Medienmanipulation auseinandergesetzt und unter anderem den Seminartag „Du kannst etwas bewegen“ an ihrer Schule durchgeführt. Vor dem Plenum des Schülerforums zeigten sie Beispiele von originalen und veränderten Fotos, die die Manipulation in der Kriegsberichtserstattung offenbarten.

Die Elbschule, die von Schülern mit Höreinschränkungen und gehörlosen Schülern besucht wird, präsentierte einen Filmausschnitt, in dem ein neuer Schüler in einer Gehörlosen-Klasse per Smartphone gemobbt wird. Die Elb-Schüler hatten zuvor ihre Mitschüler zum Thema Mobbing befragt und dazu Workskops und Filme hergestellt. Schüler der 7. Klasse der Stadtteilschule Am Hafen, Standort St.Pauli, berichteten von ihrem geplanten Blog zum Thema Mut und Zivilcourage als eine Art digitale Schülerzeitung mit Vernetzung im Stadtteil.

Nach der Präsentation setzten sich die Schülerinnen und Schüler zum Erfahrungsaustausch zusammen. Moderatorin Yvonne Vockerodt von „Mut im Netz“ präsentierte den jungen Zuhörern Fragen, die als Grundlage dienen sollten. Es ging um Themen wie Manipulation und Unrecht im Netz, aber auch um mögliche Beispiele von mutigen Aktionen im Netz und die Frage: wie wollt ihr euch einmischen?

Die Jugendlichen teilen sich in Gruppen auf und begannen zu arbeiten. Auf zuvor ausgeliehenen Notebooks schauten einige ins Internet und informierten sich noch einmal über die Ergebnisse der Schülerprojekte. Nachdem die Fragen beantwortet waren, kamen alle wieder im Plenum zusammen. Dort trat nach einigen Wortbeiträgen Christoph Berens vom LI vor die Schüler und fragte sie, ob das Thema Cyber-Mobbing ihrer Meinung nach zu viel in der Schule behandelt werde. Dies wurde von einigen Schülern bejaht, andere merkten allerdings auch an, dass in ihrer Schule noch gar nicht darüber gesprochen wurde. Die Diskussion kam in Gang als Christoph Berens fragte: „Was würdet ihr denn zum Thema Cyber-Mobbing einfordern?“

„Man kann das Mobbing nicht akzeptieren, man sollte sich an die Lehrer wenden“, meinte ein Schüler. Ein anderer sagte: „Meistens sind die Lehrer in diesem Bereich inkompetent.“ Was zu dem Vorschlag eines weiteren Schülers führte, ein Fach wie Zivilcourage einzuführen, „damit man weiß, was man machen kann.“ Daryoush Danaii von der SchülerInnenkammer Hamburg stellte fest, dass es gut wäre, wenn dieses Thema in allen Schulen gleich verteilt wäre. Und es kam der Vorschlag, Forderungen aufzustellen, wie mit Mobbing und Cyber-Mobbing umgegangen werden sollte.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam einen britischen Filmbeitrag zum Cyber-Mobbing sahen, setzten sie sich noch einmal zur Gruppenarbeit zusammen und dachten über folgende Fragen nach: Ist die Lösung, die im Film gezeigt wurde, richtig? Was heißt Zivilcourage auch im Netz? Und was fordern Schüler von Lehrern, von der Schule, vom Schulsenator. In der darauffolgenden Besprechung im Plenum gab es viele Vorschläge, wie man mit Mobbing generell umgehen könnte. Weniger Ideen wurden dazu geäußert, wie man bei Cyber-Mobbing das Netz selbst im positiven Sinn nutzen kann. Hier zeigt sich, dass es beim Thema „Mut im Netz“ noch weiterer Aufarbeitung und Verbreitung bedarf.

Doch die Veranstaltung endete auch mit klaren Statements. Denn die Schülerinnen und Schüler wurden in der letzten Runde an diesem Vormittag von Christoph Berens aufgerufen, sich bei drei Behauptungen für die Antwort „stimmt“ oder „stimmt nicht“ zu entscheiden und sich vor einem der beiden entsprechend beschrifteten Zettel im Raum aufzustellen. Dieses Verfahren machte die Meinung der Jugendlichen sehr schnell sichtbar.

Auf die Behauptung „Lehrer können den Umgang mit Mobbing“ lernen versammelten sich die meisten Schüler vor dem Zettel mit der Aufschrift „Stimmt“. Die Behauptung „Guter Unterricht ist die beste Prävention“ wurde von der Mehrheit mit „Stimmt nicht“ beantwortet. Nur eine Schülerin sah auch in einem guten Unterricht eine Chance gegen Mobbing. Das letzte Statement „Wir alle können etwas gegen Mobbing tun“ wurde wieder von den meisten Schülern mit „Stimmt“ bewertet und mit dieser positiven Aussicht endete das 35.Schülerforum.