Archiv der Kategorie: Aktuelles von der Initiative

Projekttag zum kritischen Umgang mit Medien im Kurt-Körber-Gymnasium

Wie weit dürfen Medien gehen?

Am 8.Juli 2016 veranstalteten Schülerinnen und Schüler des Medienprofils im Kurt-Körber-Gymnasium einen Projekttag zum kritischen Umgang mit Medien. Im Rahmen der Bertini-Preis-Initiative „Mut im Netz“ luden sie 90 Schülerinnen und Schüler zu Workshops mit viel Input und Expertenwissen ein und arbeiteten gemeinsam an Ergebnissen.

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Schülerforum trifft BERTINI-Initiative

„Mut im Netz auf dem 35. SchülerInnenforum im Landesinstitut für Lehrerfortbildung

Am 7. Juli 2015 war die BERTINI-Initiative „Mut im Netz“ zu Gast auf dem 35. SchülerInnenforum. Rund 100 Jugendliche aus verschiedenen Schulen waren im Landesinstitut für Lehrerfortbildung zusammengekommen, um sich einen Vormittag lang mit Gewalt und Mobbing im Internet auseinanderzusetzen und Möglichkeiten zu entwickeln, wie man sich dagegen wehren kann.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema „Mut im Netz“ durch Ulrich Vieluf von der BERTINI-Initiative und einer Vorstellung der SchülerInnenkammer durch Vorstandsmitglieder wurde es konkret.

Schülerinnen und Schüler von vier an der Initiative beteiligten Schulen hatten sich seit 10 Monaten mit dem Thema auseinandergesetzt und stellten ihre Arbeitsergebnisse vor. Schüler und Lehrer der Stadtteilschule Am Hafen, der Elbschule, der Stadtteilschule Stellingen und des Kurt-Körber-Gymnasiums hatten unter anderem Umfragen, Workshops und Aktionstage an ihren Schulen durchgeführt, Filme gedreht oder Apps und Blogs entwickelt, die sich gegen Gewalt im Netz wenden.

In anschließenden Gruppenarbeiten und Diskussionen, die von Yvonne Vockerodt von der BERTINI-Initiative moderiert wurden, spielten die Ergebnisse der Projektteilnehmer, aber auch persönlichen Erfahrungen der anwesenden Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen sprachen über die Folgen von Gewalt im Netz, suchten nach positiven Beispielen des Umgangs damit und überlegten, welche Forderungen sie an Instanzen wie die Schule zum Thema Mobbing und Cyber-Mobbing stellen können.

Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
Veranstaltung BERTINI-Initiative „Mut im Netz“ 7. Juli 2015

Zum Auftakt des lebhaften Vormittages im Landesinstitut für Lehrerfortbildung stellte Ulrich Vieluf vom BERTINI-Preis e.V. den Verein und die Initiative „Mut im Netz“ vor. Im Sinne des BERTINI-Preises, der junge Menschen für Projekte gegen Unrecht und Ausgrenzung oder für Zivilcourage auszeichnet, sei „Mut im Netz“ entstanden. „Denn heute erfahren viele Jugendliche Mobbing und Gewalt auch über die digitalen Medien“, so Ulrich Vieluf.

Und so haben sich innerhalb der Initiative Schülerinnen und Schüler von vier Schulen in den vergangenen zehn Monaten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und Lösungsvorschläge entwickelt. Ihre bisherigen Arbeitsergebnisse stellten sie auf dem Schülerforum erstmals öffentlich vor und gaben damit Anregungen für den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Denn das Ziel des Schülerforums war es, nicht nur über Mobbing im Netz zu informieren, sondern auch mit „konkreten Ideen ‚rauszugehen und zu handeln“, wie es ein Schülervertreter formulierte.

  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015
  • Veranstaltung BERTINI-Initiative "Mut im Netz" 7. Juli 2015

Wie unterschiedlich die vier beteiligten Schulen an die Thematik herangingen, zeigte sich bei deren Präsentation. So erläuterten Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e der Stadtteilschule Stellingen ihre Arbeit an einer App und einem Blog zum Thema Cybermobbing. Sie hatten sich in Arbeitsgruppen aufgeteilt, und sich mit inhaltlichen und auch juristischen Fragen wie etwa den Urheberrechten befasst. Die Zehntklässler des Kurt-Körber-Gymnasiums hatten sich intensiv mit dem Thema Medienmanipulation auseinandergesetzt und unter anderem den Seminartag „Du kannst etwas bewegen“ an ihrer Schule durchgeführt. Vor dem Plenum des Schülerforums zeigten sie Beispiele von originalen und veränderten Fotos, die die Manipulation in der Kriegsberichtserstattung offenbarten.

Die Elbschule, die von Schülern mit Höreinschränkungen und gehörlosen Schülern besucht wird, präsentierte einen Filmausschnitt, in dem ein neuer Schüler in einer Gehörlosen-Klasse per Smartphone gemobbt wird. Die Elb-Schüler hatten zuvor ihre Mitschüler zum Thema Mobbing befragt und dazu Workskops und Filme hergestellt. Schüler der 7. Klasse der Stadtteilschule Am Hafen, Standort St.Pauli, berichteten von ihrem geplanten Blog zum Thema Mut und Zivilcourage als eine Art digitale Schülerzeitung mit Vernetzung im Stadtteil.

Nach der Präsentation setzten sich die Schülerinnen und Schüler zum Erfahrungsaustausch zusammen. Moderatorin Yvonne Vockerodt von „Mut im Netz“ präsentierte den jungen Zuhörern Fragen, die als Grundlage dienen sollten. Es ging um Themen wie Manipulation und Unrecht im Netz, aber auch um mögliche Beispiele von mutigen Aktionen im Netz und die Frage: wie wollt ihr euch einmischen?

Die Jugendlichen teilen sich in Gruppen auf und begannen zu arbeiten. Auf zuvor ausgeliehenen Notebooks schauten einige ins Internet und informierten sich noch einmal über die Ergebnisse der Schülerprojekte. Nachdem die Fragen beantwortet waren, kamen alle wieder im Plenum zusammen. Dort trat nach einigen Wortbeiträgen Christoph Berens vom LI vor die Schüler und fragte sie, ob das Thema Cyber-Mobbing ihrer Meinung nach zu viel in der Schule behandelt werde. Dies wurde von einigen Schülern bejaht, andere merkten allerdings auch an, dass in ihrer Schule noch gar nicht darüber gesprochen wurde. Die Diskussion kam in Gang als Christoph Berens fragte: „Was würdet ihr denn zum Thema Cyber-Mobbing einfordern?“

„Man kann das Mobbing nicht akzeptieren, man sollte sich an die Lehrer wenden“, meinte ein Schüler. Ein anderer sagte: „Meistens sind die Lehrer in diesem Bereich inkompetent.“ Was zu dem Vorschlag eines weiteren Schülers führte, ein Fach wie Zivilcourage einzuführen, „damit man weiß, was man machen kann.“ Daryoush Danaii von der SchülerInnenkammer Hamburg stellte fest, dass es gut wäre, wenn dieses Thema in allen Schulen gleich verteilt wäre. Und es kam der Vorschlag, Forderungen aufzustellen, wie mit Mobbing und Cyber-Mobbing umgegangen werden sollte.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam einen britischen Filmbeitrag zum Cyber-Mobbing sahen, setzten sie sich noch einmal zur Gruppenarbeit zusammen und dachten über folgende Fragen nach: Ist die Lösung, die im Film gezeigt wurde, richtig? Was heißt Zivilcourage auch im Netz? Und was fordern Schüler von Lehrern, von der Schule, vom Schulsenator. In der darauffolgenden Besprechung im Plenum gab es viele Vorschläge, wie man mit Mobbing generell umgehen könnte. Weniger Ideen wurden dazu geäußert, wie man bei Cyber-Mobbing das Netz selbst im positiven Sinn nutzen kann. Hier zeigt sich, dass es beim Thema „Mut im Netz“ noch weiterer Aufarbeitung und Verbreitung bedarf.

Doch die Veranstaltung endete auch mit klaren Statements. Denn die Schülerinnen und Schüler wurden in der letzten Runde an diesem Vormittag von Christoph Berens aufgerufen, sich bei drei Behauptungen für die Antwort „stimmt“ oder „stimmt nicht“ zu entscheiden und sich vor einem der beiden entsprechend beschrifteten Zettel im Raum aufzustellen. Dieses Verfahren machte die Meinung der Jugendlichen sehr schnell sichtbar.

Auf die Behauptung „Lehrer können den Umgang mit Mobbing“ lernen versammelten sich die meisten Schüler vor dem Zettel mit der Aufschrift „Stimmt“. Die Behauptung „Guter Unterricht ist die beste Prävention“ wurde von der Mehrheit mit „Stimmt nicht“ beantwortet. Nur eine Schülerin sah auch in einem guten Unterricht eine Chance gegen Mobbing. Das letzte Statement „Wir alle können etwas gegen Mobbing tun“ wurde wieder von den meisten Schülern mit „Stimmt“ bewertet und mit dieser positiven Aussicht endete das 35.Schülerforum.

Mit lauter Stimme im Netz

Wie Schüler ihr Viertel mitgestalten

Der Andrang im Stadtteilzentrum „Kölibri“ am Hein-Köllisch-Platz ist groß. Im Herzen von St. Pauli treffen sich die Schülerinnen und Schüler der 7b des dortigen Standortes der Stadtteilschule Am Hafen, um an ihrem Projekt „Zivilcourage im Netz“ zu arbeiten. Mit ihrem Stadtteilblog „paulis-fisheye.de“ gehen die Zwölf- bis Dreizehnjährigen ins Rennen im Rahmen der BERTINI-Initiative „Mut im Netz“ In dem Blog berichten die Mädchen und Jungen über ihre Lebenswelten und die der Kinder und Jugendlichen aus ihrem Viertel. Mit lauter Stimme im Netz weiterlesen

Mit Blog, App und Film gegen „Cybermobbing“

„Das ist der Super-GAU!“ – Bei den jungen „Programmierern“ der Klasse 8e der Stadtteilschule Stellingen macht sich Frust breit. Sie können ihren frischentwickelten Blog nicht online stellen. „Leider haben wir auf die Firewall keinen Einfluss“, sagt IT-Experte Tim Pfeiffer, der die Gruppe mit seinem Expertenwissen unterstützt. Die Sicherheitsarchitektur des Servers macht den Schülerinnen und Schülern vorerst einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Dabei ist der Blog neben der App zentraler Bestandteil des Multimediaprojekts „Cybermobbing“, mit dem die Stellinger Schülerinnen und Schüler an der BERTINI-Initiative „Mut im Netzt“ teilnehmen. Mit Blog, App und Film gegen „Cybermobbing“ weiterlesen